Automatisiertes Fahren - mit Batix
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Pilotprojekt iamo

Automatisiertes Fahren - mit Batix

24. September 2026
Update

iamo im Furttal: Was Batix zum Start des Passagierbetriebs beigetragen hat

Ab dem 28. September 2026 können Fahrgäste im Furttal erstmals in der Schweiz selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Personenverkehr buchen. Der Pilotversuch «iamo – intelligente automatisierte Mobilität» geht damit in die entscheidende Phase. Fahrgäste buchen ihre Fahrt über die App «iamo», drei Personenwagen bedienen dafür knapp 100 Haltepunkte in Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen. Was im Hintergrund läuft, sieht man dem Angebot nicht an: Ein grosser Teil der IT-Strategie und der operativen Umsetzung stammt von der Batix Schweiz AG.

IT-Projektleitung und Koordination mit Behörden

Batix übernahm die Projektleitung für die IT-seitige Umsetzung von iamo und koordinierte die Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Im November 2025 erteilte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) dem Pilotversuch die Bewilligung zum automatisierten Fahren, ein zentraler Meilenstein. Möglich wurde das durch die enge Zusammenarbeit zwischen den vier Projektpartnern und den Behörden.

Infrastruktur und App-Implementierung

Auch die technische Infrastruktur hinter iamo hat Batix massgeblich aufgebaut, von der Buchungslogik in der App bis zur Anbindung an die Fahrzeugflotte. Die App «iamo» übernimmt Buchung, Abholung und Zielführung für bis zu drei Fahrgäste pro Fahrzeug innerhalb des Betriebsgebiets. Dazu kommt ein Data Warehouse, das Batix konzipierte und aufbaute: Es sammelt die Fahr- und Betriebsdaten aus dem Pilotversuch zentral und macht sie auswertbar. Dahinter steht eine Systemlandschaft, die zuverlässig funktionieren muss. Denn ab Betriebsstart sind Fahrgäste ohne Umwege auf sie angewiesen.

Datenschutz und Cybersecurity

Bei einem Projekt, das Standortdaten und Buchungsverhalten von Fahrgästen verarbeitet, ist Datenschutz kein Nebenschauplatz. Batix erarbeitete und implementierte das Datenschutz- und Cybersecurity-Konzept für iamo, mit dem Ziel, sensible Personendaten durchgehend zu schützen. Das betrifft die App-Nutzung ebenso wie die Datenflüsse zwischen Fahrzeugen, Leitstelle und Backend.

Training, Testing und Operations Management

Der aktuelle Betrieb baut auf umfangreichen Trainings und Tests auf. Seit November 2025 waren bis zu drei Fahrzeuge selbstfahrend im regulären Strassenverkehr unterwegs, zu unterschiedlichen Tageszeiten, Wetterlagen und Verkehrsaufkommen. Batix begleitete diese Trainingsphase und baute das Operations Management für den laufenden Betrieb auf. Jeden Einsatz dokumentierte und wertete Batix aus, um das Fahrverhalten der Fahrzeuge laufend weiterzuentwickeln.

Wie es weitergeht

Im nächsten Projektschritt ergänzt iamo die Flotte durch Kleinbusse, mit dem Ziel, Fahrten ganz ohne Sicherheitsperson an Bord zu ermöglichen. Die Fernüberwachung übernimmt dann geschultes Personal aus der zentralen Leitstelle von Eurobus, vorausgesetzt das ASTRA erteilt die entsprechende Freigabe. Die aktuell eingesetzten Personenwagen behalten während des gesamten Passagierbetriebs eine Sicherheitsperson an Bord. Ein fahrerloser Einsatz der Prototyp-Fahrzeuge wäre unverhältnismässig aufwendig.

Wenn am 28. September die ersten Fahrgäste einsteigen, sehen sie ein einfaches Interface und ein Fahrzeug, das pünktlich da ist. Was dahinter an Koordination, Code und Cybersecurity-Arbeit steckt, bleibt für sie unsichtbar, und genau das ist der Massstab, an dem sich Batix bei iamo messen lässt.

Projekt-Hintergrund

Über das Projekt

Das Swiss Transit Lab, die Kantone Zürich und Aargau und die SBB bereiten den Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im Pilotprojekt «iamo - intelligente automatisierte Mobilität» im Furttal vor. Die Projektpartner haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Zukunft der Mobilität aktiv mitzugestalten. Die Projektpartner sind überzeugt, dass automatisierte Angebote insbesondere im ÖV grosse Chancen bieten. Sie können potenziell kostengünstig und flexibel betrieben werden. Dadurch lässt sich vor allem in ländlichen Gebieten und Agglomerationen das Angebot weiter verbessern. Die Technologie zum automatisierten Fahren hat in den vergangenen Jahren entscheidende Fortschritte gemacht.

Unser Beitrag

Aus dem Limmattal für das Furttal

Als lokal verankertes Unternehmen im Limmattal – dem Nachbartal des Furttals – ist es der Batix ein besonderes Anliegen, die Mobilität in der eigenen Region aktiv mitzugestalten.

Unser Beitrag: Netzwerk, Digitale Infrastruktur & Datensicherheit

Automatisierte Fahrzeuge erzeugen grosse Datenmengen – und die müssen sicher, transparent und verantwortungsvoll verarbeitet werden. Unser Co-CEO Dirk Apel hat die Verantwortung für die zentralen Themen Datenschutz, Cybersecurity und IT übernommen.

Projektverlauf

  1. Projektinitiierung

    Mitte 2024

    Gründung des Konsortiums und Definition der Projektziele

  2. Projektstart

    Dezember 2024

    Offizieller Beginn des Pilotprojekts iamo

  3. Cloud & IT-Infrastruktur

    2025

    Aufbau der Schweizer Cloud nach höchsten Sicherheitsstandards

  4. Datenschutz & DSFA

    2025

    Erstellung der Datenschutzfolgeabklärung und ISDS-Konzept

  5. Pilotbewilligung

    November 2025

    Erteilung der Pilotbewilligung durch das ASTRA

  6. Testphase

    Ende September 2026

    Während der Testphase sind die beiden Fahrzeuge komplett automatisiert unterwegs - anfangs wird noch ein Sicherheitsfahrer mit an Bord unterwegs sein, bevor die Fahrzeuge später erstmals ohne Fahrerin oder Fahrer unterwegs sein werden.

  7. Öffentlicher Betriebsstart

    28.September 2026

    Ab dem 28. September 2026 können Fahrgäste im Furttal erstmals in der Schweiz selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Personenverkehr buchen – über die App «iamo», an knapp 100 Haltepunkten in Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen.

  8. Ausbau mit Kleinbussen

    Erweiterung der Flotte um Kleinbusse für Fahrten ganz ohne Sicherheitsperson an Bord, vorbehältlich ASTRA-Freigabe

Automatisiertes Fahren - mit Batix

Innovationsprojekt mit hohem Fokus auf IT

Die Basis für den Fahrzeugbetrieb ist eine abgesicherte IT-Infrastruktur. Diese umfasst die Definition der Gesamtarchitektur sowie die Auswahl, den Aufbau, das Testen, die Absicherung und das Monitoring der Cloud-Umgebung, Plattformen sowie der Netzwerk- und Kommunikationslösungen. Ein besonderer Fokus liegt auf sorgfältigen Datenschutzabklärungen. Informationssicherheit und digitale Souveränität sind zentrale Voraussetzungen für Vertrauen in automatisierte Mobilität.

Riesige Mengen an Daten müssen effizient und sicher verarbeitet und gespeichert werden. Hierfür wurde eine eigene Schweizer Cloud nach höchsten Sicherheitsstandards aufgebaut. Als gut vernetzter IT Spezialist hatte die Batix hierfür genau den richtigen Partner im Netzwerk. Gemeinsam mit den Spezialisten der UMB wurde die Cloud Infrastruktur entworfen und umgesetzt.

Gesamtheitlicher Blick auf die IT Stategie

Neben der Cloud galt es viele IT Teilaspekte des Projekt auszugestalten und umzusetzen - von der Buchungs-App von IOKI bis hin zur On Premise Installation der Teleoperationsarbeitsplätze. Als Mitglied des Steering Board und ISDS-Stabsstelle ist unser Co-CEO Dirk Apel für alle IT-Belange verantwortlich, hat seine Expertise eingebracht und hat sichergestellt, dass die Umsetzung den höchsten Standards entspricht.

Datenschutz und Cybersecurity auf höchstem Level

In dem Projekt stellen sich viele datenschutzrechtliche Fragen. Recht schnell war klar, dass eine Datenschutzfolgeabklärung (DSFA) erstellt werden muss. Hierfür haben wir mit Tim Beck einen erfahrenen Partner aus unserem Netzwerk zugezogen. Gemeinsam mit den Datenschutzexperten des Kanton Zürich und den Rechtsexperten von Walder Wyss wurde die Leitplanken für das Projekt definiert.

Die Anforderungen verändern sich je nach Projektphase – von der «Kartierung» über das «Training» und «Testen» bis hin zum «öffentlichen Betrieb». Während der gesamten Projektdauer werden Massnahmen getroffen, um Datenschutz und IT-Sicherheit zu gewährleisten. Am Fahrzeug angebrachte Sensoren und Kameras (Lidar, Kamera, GPS) erfassen Umgebungsdaten für die Navigation. Personenbezogene Daten wie Gesichter oder Kennzeichen können technisch erfasst werden, werden jedoch unmittelbar im Fahrzeug anonymisiert, indem sie automatisch unscharf gemacht werden.

Ausgehend davon, wurde ein umfangreiches Informationssicherheit und Datenschutz (ISDS) Konzept erarbeitet. Natürlich wurden auch die notwendigen technischen und organisatorischen Massnahmen (TOMs) entwickelt. Nach dem Motto "seeing is believing" wurde sämtliche Elemente der IT in mehreren Wellen intensiven Prüfungen und Audits unterzogen. Das Resultat ist eine Datenverarbeitung, die höchste Standards erfüllt und ein hohes Bewusstsein aller Beteiligten für die Sicherstellung des Datenschutzes.

Begleitung der Testphase

Nach der Erteilung der Pilotbewilligung befindet sich das Projekt aktuell in der Testphase. Während der Testphase sind die beiden Fahrzeuge komplett automatisiert unterwegs. Anfangs wird noch ein Sicherheitsfahrer mit im Fahrzeug sitzen, bevor die Fahrzeuge später erstmals ohne Fahrerin oder Fahrer unterwegs sein werden. Die Fernüberwachung der Fahrzeuge erfolgt dann über eine zentrale Leitstelle bei Eurobus.

Auch in dieser Phase ist die Batix im Projekt involviert. Das Bundesamt für Strassen ASTRA benötigt eine Vielzahl von Informationen und Daten aus dem Projekt. Um die notwendige Datenerfassung einfach und effizient durchführen zu können, hat die die Batix mit Hilfe von ZOHO Creator eine mobile App entwickelt. Mit dieser können die Testfahrten dokumentiert und ausgewertet werden.

Zudem erstellt die Batix aktuell ein Konzept für ein Data Warehouse. In dem Data Warehouse sollen relevanten Daten aller System anonymisiert gespeichert und so aufbereitet werden, dass die Projektpartner und die Forschungspartner ZHAW und KIT die Projekt- und Forschungsfragen beantworten können.

Gemeinsam mit dem Swiss Transit Lab Zukunft bewegen

Für uns ist das Projekt ein Highlight in der Historie der Batix. Nicht oft kommt die Gelegenheit bei einem Leuchtturmprojekt mitzuarbeiten, welches die Mobilitäts-Geschichte der Schweiz verändern und im kollektiven Gedächtnis verbleiben wird. Dazu kommt, dass das Pilotgebiet das Nachbartal unserer Heimat Limmattal ist und somit ein regionaler Bezug besteht. Das Projekt findet quasi vor unserer Haustüre statt.

Beteiligte von Batix

Dirk Apel

Dirk Apel

Senior Berater & Projektleiter

Enis Altinok

Enis Altinok

Junior Berater

Tim Beck

Tim Beck

Berater & Business Case Developer

Addonware

Mauricio De Sousa

Mauricio De Sousa

Leiter Consulting

Unsere Leistungen

ASTRA Reporting App

Für das Bundesamt für Strassen ASTRA werden im Projekt umfangreiche Daten erfasst und Reportings erstellt. Hierfür musste eine Lösung gefunden werden. Die Batix hat mit Hilfe von ZOHO Creator eine mobile App entwickelt und bereitgestellt.

ZOHO Creator

IT Strategieberatung

Als Teilprojektleiter für die Bereiche IT, Datenschutz und Cybersecurity hat unser Co-CEO Dirk Apel die IT Strategie für das Projekt definiert, die richtigen Partner ausgewählt und die Umsetzung der Strategie sichergestellt.

IT Strategieberatung

Datenschutz

Für das Projekt haben wir gemeinsam mit unserem Partner Addonware eine detaillierte Datenschutzfolgeabklärung (DFSA) und ein ISDS Konzept sowie die notwendigen technischen und organisatorischen Massnahmen (TOMs) realisiert.

Datenschutz Beratung

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Impressionen

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